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KZ Auschwitz
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Das Konzentrationslager Auschwitz, kurz auch KZ Auschwitz, Auschwitz oder zeitgenĂśssisch K.L. Auschwitz genannt, war der grĂśĂte deutsche Komplex aus Gefangenenlagern zur Zeit des Nationalsozialismus. Auschwitz hatte eine Doppelfunktion als Konzentrations- und Vernichtungslager. Der sukzessive ausgebaute Lagerkomplex bestand aus dem Konzentrationslager Auschwitz I (Stammlager), dem Vernichtungslager Birkenau â Konzentrationslager Auschwitz II, dem Konzentrationslager Monowitz und 47 weiteren AuĂenlagern. Er befand sich am Westrand der polnischen Stadt OĹwiÄcim (deutsch: Auschwitz) im vom Deutschen Reich annektierten Teil von Polen und wurde von der SS von 1940 bis 1945 betrieben.
Die während des Zweiten Weltkrieges europaweit gefangen genommenen Menschen wurden per Bahn in das KZ Auschwitz deportiert, etwa 90 % waren Juden. Die Herkunftsländer waren hauptsächlich Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Jugoslawien, Luxemburg, Niederlande, Ăsterreich, Polen, Rumänien, Sowjetunion, Tschechoslowakei und Ungarn. In Auschwitz fand im Zuge der sogenannten âEndlĂśsung der Judenfrageâ (später auch Holocaust oder Shoah genannt) ein systematischer und fabrikmäĂiger Mord an europäischen Juden statt, aber auch andere durch das NS-Regime verfolgte Gruppen wurden dort eingesperrt und ermordet. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich auf 1,1 bis 1,5 Millionen Menschen. Die genaue Opferzahl konnte nicht ermittelt werden.
Am 27. Januar 1945 befreite die von Osten vorrĂźckende Rote Armee den Lagerkomplex. In der Nachkriegszeit ist der Name âAuschwitzâ zu einem Symbol fĂźr den Holocaust geworden. Der Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz ist seit 1996 in Deutschland, seit 2005 international der Ăśffentlich begangene Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Contents
⢠Opferzahlen
⢠Siehe auch
⢠Strafverfolgung
⢠Erinnerung
⢠Literatur
⢠Dokumentarfilme
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Lagerbestandteile
Auschwitz I (Stammlager)
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Hauptartikel
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KZ Auschwitz I (Stammlager)
Am 1. Februar 1940 erteilte der Reichsfßhrer SS Heinrich Himmler dem Inspekteur der Konzentrationslager Richard Glßcks die Weisung, im Altreich und in den besetzten Ostgebieten, geeignete Gebäudekomplexe, Gefängnisse und Lager auf deren VerwendungsmÜglichkeiten als Konzentrationslager zu prßfen. In der Weisung Himmlers wurde Auschwitz auch namentlich genannt. Zwei Untersuchungen durch Glßcks und den späteren Lagerkommandanten Rudolf HÜà kamen zu dem Schluss, dass Auschwitz zur Errichtung eines solchen Lagers in Frage käme.cite-ref-1[1] Daraufhin ordnete Himmler am 27. April 1940 den Bau eines Konzentrationslagers in Auschwitz an.cite-ref-2[2]
Die Lage war unter Verantwortung des ReichsfĂźhrers-SS bereits in der Planungsphase als verkehrstechnisch gĂźnstig gewählt worden. Auschwitz hatte im 19. Jahrhundert zu Ăsterreich-Ungarn gehĂśrt und in dieser Zeit Anschluss an die Bahnlinie Wien â Krakau erhalten. Dieser Bahnanschluss vereinfachte die rasche Deportation von Juden aus vielen Gebieten Europas nach Auschwitz. Die dĂźnn besiedelte Umgebung mit ihren Flussläufen als natĂźrlichen Näherungs- und Fluchthindernissen schotteten die Anlage ab, so dass Ăśffentliche Einblicke erschwert wurden.
Der später sehr groĂe Lagerkomplex Auschwitz startete mit der Errichtung des Stammlagers, meist K.L. Auschwitz I genannt. Die SS errichtete das Stammlager in den Gebäuden einer ehemals polnischen Kaserne. Sie war relativ neu gebaut worden und gut erhalten. Am 20. Mai 1940 trafen die ersten Häftlinge im Lager ein. Das Stammlager wurde später Verwaltungszentrum. Im März 1941 ordnete Himmler eine VergrĂśĂerung des Lagers an einem in der Nähe liegenden Dorf an. Der Block 11 war ein lagerinternes Gefängnis mit Stehbunker. Tausende seiner Häftlinge wurden selektiert und an der Schwarzen Wand erschossen. Nach Fluchtversuchen schickte die SS zu Abschreckungszwecken andere Häftlinge in den Bunker und verurteilte sie damit zum Hungertod.
Auschwitz II (Vernichtungslager Birkenau)
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Hauptartikel
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KZ Auschwitz-Birkenau
Am 1. März des Jahres 1941 erhielt Rudolf HÜà von Himmler aus Anlass einer Besichtigung des Stammlagers den Befehl, ein zusätzliches Arbeitslager fĂźr zunächst 100.000 Häftlinge zu bauen. Dessen Kapazität sollte später auf 200.000 erhĂśht werden. Im Oktober 1941 begann der Bau des riesigen zweiten Lagers.cite-ref-3[3] Das Dorf Brzezinka (dt. Birkenau) wurde nach Umsiedlung der BevĂślkerung komplett abgerissen und durch Baracken ersetzt. Verwaltungstechnisch war es dem Stammlager untergeordnet. Den Lagerbereich AuschwitzâBirkenau lieĂ die SS als Vernichtungslager errichten, mit dem Ziel der industrialisierten Vernichtung von Menschen. An diesem Ort wurden Ăźber eine Million Menschen ermordet, grĂśĂtenteils Juden, Sinti und Roma aus ganz Europa (Anm.: auch auĂerhalb des KZ-Systems betrieb die SS industrialisierte Vernichtung, vgl. Ăberblick zu Vernichtungslagern des NS-Regimes).
Das etwas abseits stehende âRote Hausâ wurde am 20. März 1942 erstmals fĂźr Vergasungen benutzt. Das umgerĂźstete âWeiĂe Hausâ wurde ab Mitte 1942 als Gaskammer genutzt. Ab dem ersten Halbjahr 1943 gingen die vier neu errichteten Krematorien in Betrieb, die im Untergeschoss die groĂen Gaskammern des Lagers enthielten.
Die einzelnen Bereiche des 1,7 Quadratkilometer umfassenden Vernichtungslagers wurden LagerblĂścke (A, B, C etc.) genannt; sie waren nacheinander Haftort fĂźr verschiedene Opfergruppen. Es gab auf der rechten Seite (vom Eingang her gesehen) Holzbaracken fĂźr die Frauen und Kinder unter 14 Jahren. Dazu zählten das âFamilienlager Theresienstadtâ bzw. das Frauenlager (Block B I). Auf der linken Seite befanden sich Ziegelbaracken fĂźr die Männer. Ab Sommer 1944 hatten ungarische Nationalsozialisten in Budapest die Macht Ăźbernommen, was von Eichmann zu verstärkten Deportationen ungarischer Juden genutzt wurde (siehe âUngarn-Aktionâ). Besondere Verfolgung erlitten neben Juden auch die so genannten âZigeunerâ. Die SS errichtete fĂźr âZigeunerâ im Konzentrationslager einen besonderen Block und nannte ihn âZigeunerlager Auschwitzâ. Hier war auch Josef Mengele mit Experimenten an Menschen tätig.
Auschwitz III (Lager Buna, Lager Monowitz)
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Hauptartikel
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KZ Auschwitz III Monowitz
Im KZ AuschwitzâMonowitz, erst Auschwitz III, später Konzentrationslager Monowitz genannt, mussten Häftlinge Zwangsarbeit unter lebensunwĂźrdigen Bedingungen verrichten (Vernichtung durch Arbeit). Gefangene, die ihre Arbeitsfähigkeit verloren, wurden selektiert und weiter in das Vernichtungslager A-II deportiert. Das Lager wurde, eine Besonderheit bei Konzentrationslagern, auf Initiative und Kosten der I.G. Farben AG zusammen mit Fabrikationsstätten der Firma ab 1941 im Ort Monowice, der auch Ăźber einen Bahnanschluss an der Bahnlinie Oswiecim-Krakow verfĂźgte, errichtet und am 28. Oktober 1942 in Betrieb genommen.
Es war ab November 1943 ebenfalls Stammlager fßr weitere Nebenlager mit einem auch dafßr zuständigen eigenen SS-Kommandanten.
Weitere AuĂenlager und AuĂenkommandos
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Hauptartikel
:
Liste der AuĂenlager des KZ Auschwitz I (Stammlager)
Das KZ Auschwitz hatte 47 AuĂenlager. Viele Häftlinge kamen dort aufgrund der Arbeits- und Lebensbedingungen zu Tode (siehe Vernichtung durch Arbeit).
Die AuĂenlager unterstanden verwaltungstechnisch bis zur Neugliederung des Lagerkomplexes im November 1943 dem Stammlager KZ Auschwitz I. Die SS bezeichnete sie uneinheitlich, z. B. als Arbeitslager, AuĂenlager, AuĂenkommando, KZ, SS-Arbeitslager oder Zweiglager.
Diese AuĂenlager befanden sich zum Teil im weiteren Umkreis, auch auĂerhalb des Landkreises, in dem durch die FlĂźsse Sola und Weichsel umgrenzbaren etwa 40 Quadratkilometer groĂen âInteressengebiet KL Auschwitzâ. Zu ihnen zählten u. a. das AuĂenlager Althammer, das AuĂenlager Blechhammer, das AuĂenlager EintrachthĂźtte, das AuĂenlager FĂźrstengrube, das AuĂenlager in Hindenburg, das AuĂenlager Janinagrube, das SS-Arbeitslager Neu-Dachs sowie das Arbeitslager Krakau-Plaszow. In einigen AuĂenlagern mussten die Häftlinge in Bergwerken arbeiten. Auch den Landwirtschaftsbetrieben des KZ Auschwitz waren Nebenlager angeschlossen.
Von der Lager-SS dazu bestimmte Häftlingsgruppen mussten täglich zur Zwangsarbeit in benachbarten Betrieben marschieren. Sie wurden dementsprechend als Arbeitskommandos oder AuĂenkommandos bezeichnet und durch Posten Ăźberwacht. Die Zahl der Häftlinge wurde beim Verlassen und der RĂźckkehr genau erfasst.
Geographische Lage
Das Stammlager (Auschwitz I) lieĂ die SS in einer ehemaligen polnischen Kaserne, sĂźdwestlich der Stadt OĹwiÄcim, errichten. Die Region gehĂśrte zum Grenzgebiet zwischen dem 1939 durch Annexion erweiterten Deutschen Reich und dem Generalgouvernement.
Das Vernichtungslager Birkenau (Auschwitz II) wurde im Herbst des Jahres 1941 drei Kilometer entfernt nordwestlich vom Stammlager Auschwitz I neu errichtet.
Der Lagerbereich Monowitz (Auschwitz III) wurde Ende Oktober 1942 durch die I.G. Farben AG eingerichtet. Es lag sechs Kilometer Üstlich vom Stammlager entfernt, auf dem Gelände der Buna-Werke der I.G. Farben AG.
Die Anbindung an den Schienenverkehr erfolgte nach Norden in die Richtungen Warschau und Breslau (weiter nach Berlin). Nach SĂźden fĂźhrte das Schienennetz in die Richtungen Prag, Budapest, Wien und Bratislava. Zwei Strecken fĂźhrten in Ăśstlicher Richtung nach Krakau und weiter in die Ukrainische SSR.
Ăffentliche Verwaltungsstruktur
Der nach dem Ersten Weltkrieg entstandene Landkreis OĹwiÄcim (Auschwitz) war im Zuge einer Gemeindereform 1932 aufgelĂśst und den Landkreisen Wadowice und Bielsko-BiaĹa zugeteilt worden. Bereits drei Tage nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges, am 4. September 1939, wurde die Stadt Auschwitz von deutschen Wehrmachtstruppen eingenommen und einen Monat später dem Deutschen Reich einverleibt. Die nachträgliche Legitimierung durch die deutsche Besatzungsmacht erfolgte am 21. Dezember 1939 durch die sogenannte âVerordnung Ăźber die EinfĂźhrung der Deutschen Gemeindeordnung in den eingegliederten Ostgebietenâ. Am 30. November 1940 wurde die Stadt, die nun Auschwitz genannt wurde, Verwaltungsmittelpunkt eines neuen Amtsbezirks. Dieser bestand aus der Stadt Auschwitz und den umliegenden Gemeinden Babitz, Birkenau, Broschkowitz, Dwory, Klutschnikowitz, Monowitz, Poremba-Wielka, Stara-Stawy, Wlocienitz und Zaborz-Ost. Das Gebiet um Auschwitz bildete nun im westlichen Abschnitt des neuen Landkreises Bielitz einen Teil des neuen Regierungsbezirk Kattowitz.cite-ref-6[6]
Fast zeitgleich mit der Entscheidung Himmlers zum Bau des Lagers begann das âZentralbodenamtâ, eine Dienststelle Himmlers in seiner Funktion als Reichskommissar fĂźr die Festigung deutschen Volkstums, im April des Jahres 1940, die Enteignungen und Vertreibung der auf dem Gebiet lebenden Bewohner vorzubereiten. Die verschiedenen FlurstĂźcke des zum Konzentrationslager auserkorenen betroffenen Gebietes befanden sich dabei teils in privatem wie auch in ehemals staatlichem (d. h. polnischem), städtischem oder kirchlichem Besitz.cite-ref-7[7]
Zum Zeitpunkt des Beschlusses zur Lagererweiterung im März des Jahres 1941 wurde das Lager selbst und seine unmittelbare Umgebung von Seiten der SS als âInteressengebiet KL Auschwitzâ deklariert. Man erklärte das gesamte Areal zum Sperrgebiet und gliederte es mit Wirkung zum 31. Mai aus der lokalen Verwaltungs- und Gemeindestruktur aus.cite-ref-8[8] Die Erklärung zum Interessen- und Sperrgebiet war jedoch nur der erste Schritt. Langfristig sollte das gesamte Gebiet zu einem âGutsbezirk der Waffen-SSâ umgewandelt und damit Eigentum der SS werden.cite-ref-9[9]
Die Verhandlungen der SS mit den ZivilbehĂśrden Ăźber die vollständige Umwandlung in einen Gutsbezirk sollten bis zur Mitte des Jahres 1943 andauern. Zu diesem Zeitpunkt bestand der Gesamtlagerbereich verwaltungstechnisch aus dem bereits erwähnten Gutsbezirk, der das Vernichtungslager Birkenau umfasste, dem eigentlichen Stammlager und dem auĂerhalb des Interessengebietes gelegenen Arbeitslager Monowitz. Am 31. Mai 1943 jedoch verfĂźgte der Oberpräsident der Provinz Oberschlesien Fritz Bracht mit Wirkung zum 1. Juni 1943 fĂźr den Gesamtlagerkomplex die Bildung eines eigenständigen âAmtsbezirks Auschwitzâ. Der Lagerkommandant sollte dabei fortan auch die Funktion eines âAmtskommissarsâ mit sämtlichen Befugnissen der Zivilverwaltung innehaben. Die Verwaltungsstruktur des Amtsbezirks sollte bis zum Ende des Lagers und der Befreiung durch sowjetische Truppen beibehalten werden.cite-ref-10[10]
Gaskammern und Krematorien
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Hauptartikel
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Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz
Der industrialisierte Massenmord fand in verschiedenen Gebäuden statt. Die Hauptaufgabe einzelner und zu diesem Zweck ausgebildeter SS-Männer war das EinschĂźtten des Zyklon B in die Vorrichtungen der Gaskammern. Um die Psyche von SS-Männern zu schonen, wurde ein Arbeitskommando von Häftlingen gezwungen, anstrengende Arbeiten zu verrichten, beispielsweise mussten sie den Abtransport der Leichen aus den Gaskammern Ăźbernehmen und die anschlieĂende Verbrennung der Leichen in den Krematorien und Verbrennungsgruben durchfĂźhren (siehe Häftlings-Sonderkommando KZ Auschwitz-Birkenau).
Mescalin-Experimente und andere Menschenversuche
Wie im KZ Dachau wurden auch im KZ Auschwitz Experimente mit Mescalin unternommen.cite-ref-11[11] Der Standortarzt Wirths, der SS-HauptsturmfĂźhrer Bruno Weber, Leiter des Hygiene-Institutes, und der SS-SturmbannfĂźhrer Victor Capesius, Chef der SS-Apotheke, erforschten die Wirkung von Mescalin und seine AnwendungsmĂśglichkeiten bei VerhĂśren.cite-ref-12[12]
Todesmärsche und Befreiung des Lagers
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Hauptartikel
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Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz
Die Anzahl der Häftlinge im Lagerkomplex betrug im August 1944 noch 140.000; im Vorfeld der Räumung befanden sich noch 31.000 aus Auschwitz sowie 36.000 in fast 30 zugehĂśrigen AuĂenlagern.cite-ref-13[13]
Zwischen dem 17. Januar und dem 23. Januar 1945 wurden noch etwa 56.000 Häftlinge von der SS aus dem Gebiet âevakuiertâ und grĂśĂtenteils in Todesmärschen nach Westen getrieben. Eine Kolonne musste in das 55 km entfernte Gleiwitz marschieren, eine zweite kleinere in das 65 km entfernte Loslau. Von dort aus wurden die meisten in offenen GĂźterwagen nach Buchenwald, Mauthausen, RavensbrĂźck, Bergen-Belsen oder Mittelbau-Dora gebracht. Kleinere Gruppen kamen nach FlossenbĂźrg, Dachau und Neuengamme. 15.000 Häftlinge mussten zu FuĂ rund 250 km weiter nach GroĂ-Rosen marschieren.cite-ref-14[14]
Am 27. Januar 1945 wurden die in Auschwitz verbliebenen marschunfähigen Häftlinge durch sowjetische Truppen der 322. Infanteriedivision der I. Ukrainischen Front befreit.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16]cite-ref-17[17] Von den noch angetroffenen etwa 7000cite-ref-18[18] Ăźberlebenden Häftlingen verstarben â trotz medizinischer Hilfe â in den folgenden Tagen viele. Die Angaben reichen z. B. im Lager Monowitz von 600 bis 850 Personen.
Opferzahlen
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Hauptartikel
:
Opferzahlen der Konzentrationslager Auschwitz
und
Liste von Häftlingen des Konzentrationslagers Auschwitz
Zwischen 1940 und Januar 1945 waren knapp ßber 400.000 Häftlinge in den drei Konzentrationslagern Auschwitz und seinen Nebenlagern registriert. Etwa zwei Drittel der registrierten Häftlinge waren Männer, ein Drittel Frauen.
Durch die vielen unregistrierten Opfer lag die Gesamtzahl jedoch weit hÜher, denn die meisten Deportierten wurden ohne Registrierung unmittelbar von der Rampe ins Gas geschickt. Allein die Anzahl der nach Auschwitz deportierten oder dort geborenen Kinder liegt bei etwa 232.000, von denen wiederum nur wenige ßberlebten.cite-ref-19[19] In den ersten Jahrzehnten nach Kriegsende waren Teile der Häftlingsunterlagen verschollen, es konnten daher vielfach nur Schätzungen publiziert werden. Die Zahl der Ermordeten beläuft sich demnach auf 1,1 bis 1,5 Millionen.
Die Wertgegenstände der Ermordeten lieĂ die SS in mehreren Effektenkammern des KZ sammeln; das Raubgold wurde anschlieĂend nach Berlin geschickt.
Fluchten und Fluchtversuche
In einer âsorgfältigen Untersuchung aller erhaltengebliebenen Unterlagenâ, hat ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums von Auschwitz (Tadeusz Iwaszko) 667 Fluchten nachweisen kĂśnnen (darunter 16 von Frauen). Dieser Untersuchung zufolge sind mindestens 270 Geflohene wiederergriffen oder bereits beim Fluchtversuch gestellt worden. Im Auschwitzer Bunkerbuch befindet sich demnach bei drei im Jahr 1941 in den Bunker eingelieferten Häftlingen der Vermerk âvon der Flucht zurĂźckâ, im Jahr 1942 bei 59 und im darauffolgenden Jahr bei 119 Häftlingen. Im Januar 1944 seien fĂźnf Häftlinge âvon der Flucht zurĂźckâ in den Bunker gebracht worden. Nur bis zu diesem Zeitpunkt ist das Bunkerbuch erhaltengeblieben. Nachträglich sei es gelungen, die Anschriften von etwa 100 aus Auschwitz Geflohenen zu ermitteln. Die Flucht und das darauffolgende Leben im Untergrund oder bei Partisanen haben demnach mindestens etwa 100 und hĂśchstens 397 der Gefangenen Ăźberstanden, die nachweislich geflohen sind.cite-ref-20[20]
Aus dem am schärfsten bewachten Stammlager sei etwas mehr als ein Viertel der Fluchten erfolgt und aus Birkenau, wo deutlich mehr Häftlinge interniert gewesen sind, als im Stammlager, seien fast genauso viele geflohen, wie aus sämtlichen AuĂenlagern zusammen, welche bessere MĂśglichkeiten zur Flucht boten, da sie nicht so streng bewacht wurden und dort eher ein Kontakt zur AuĂenwelt hergestellt werden konnte.cite-ref-21[21]
SS-AngehĂśrige erschossen die anderen Häftlinge während ihres Ausbruchsversuchs beziehungsweise ermordeten diese nach ihrer Wiederergreifung. Häufig wurden Fluchtversuche mit Verhungern im Bunker bestraft; oft wurden auch die FamilienangehĂśrigen von FlĂźchtigen verhaftet und zur Abschreckung ausgestellt. Eine andere Strafe bestand darin, Mitgefangene fĂźr eine Flucht bĂźĂen zu lassen.
Am 6. Juli 1940 gelang Tadeusz Wiejowski die erste Flucht in Begleitung von zwei Mitgliedern der polnischen Widerstandsbewegung, die als âzivile Arbeiterâ im Lager angestellt waren. Wiejowski Ăźberlebte den Krieg nicht.
Am 20. Juni 1942 gelang den vier Polen Kazimierz Piechowski StanisĹaw Gustaw Jaster, JĂłzef Lempart und Eugeniusz Bendera die Flucht aus dem Lagerteil Auschwitz I. Sie brachten SS-Uniformen und Waffen an sich und fuhren mit einem gestohlenen Fahrzeug aus dem Lagergelände heraus. Einer der FlĂźchtlinge trug einen Bericht Ăźber die Zustände im KZ Auschwitz bei sich, der fĂźr das Oberkommando der Polnischen Heimatarmee geschrieben worden war.cite-ref-bdam1013-22-0[22]cite-ref-23[23]
Vereinzelten Häftlingen gelang bereits in einer frßhen Ausbauphase die Flucht, so dass sie Berichte ßber die Zustände im Lager an die alliierten Regierungen weiterleiten konnten (siehe Vrba-Wetzler-Bericht, Pilecki-Bericht). Diese Berichte wurden von Alliierten in Nachkriegsprozessen verwendet (siehe Auschwitz-Protokolle).
Wach- und Lagerpersonal
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Hauptartikel
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Personal im KZ Auschwitz
Der GroĂteil der ab 1940 von der SS eingesetzten fast 10.000 Personen zum Betreiben des Lagers bestand hauptsächlich aus den Wachmannschaften der SS-Totenkopfverbände und deren FĂźhrung. Die zentrale SS-Inspektion der Konzentrationslager (IKL) bestimmte die personellen Strukturen und die Personalentscheidungen auch in diesen drei Konzentrations- und deren Nebenlagern.
Zeit nach der Befreiung
Hilfsaktionen fßr befreite Häftlinge
Unmittelbar nach der Befreiung des Lagerkomplexes wurden fĂźr die dort verbliebenen Häftlinge durch sowjetisches und polnisches Sanitätspersonal sowie polnische BĂźrger HilfsmaĂnahmen eingeleitet.cite-ref-strzelecki256f-24-0[24] Dabei wirkten auch AuschwitzĂźberlebende mit, so unter anderem die Ărzte Berthold Epstein und Otto Wolken.cite-ref-strzelecki260f-25-0[25] Ăberlebende, die dazu kĂśrperlich noch in der Lage waren, konnten das Lager verlassen und nach Hause zurĂźckkehren. Mehr als 4500 befreite Häftlinge aus mehr als 20 Ländern wurden in dem ehemaligen Konzentrationslager in Lazaretten gepflegt und medizinisch versorgt. Die Kranken litten grĂśĂtenteils an Hungerdurchfall.cite-ref-strzelecki256f-24-1[24] Viele der kranken Häftlinge starben trotz intensiver medizinischer BemĂźhungen, auch weil anfangs nicht ausreichend Sanitätspersonal zur VerfĂźgung stand. So war kurz nach der Befreiung eine Rotkreuzschwester fĂźr 200 Kranke zuständig, die Lage besserte sich jedoch zunehmend. Es wurden in den Lazaretten schlieĂlich Fachabteilungen eingerichtet, so unter anderem Tuberkulosestationen und Abteilungen fĂźr Innere Medizin sowie seelische Erkrankungen. Die Patienten mussten vorsichtig an die Nahrungsaufnahme wieder gewĂśhnt werden.cite-ref-26[26] Aufgrund ihrer Lagererfahrungen waren viele der zu pflegenden AuschwitzĂźberlebenden traumatisiert. So wehrten sich beispielsweise einige von ihnen gegen die Injektion von Medikamenten aufgrund der in der Lagerhaft gemachten Erfahrungen mit todbringenden Phenolspritzen, mit denen SS-AngehĂśrige Häftlinge ermordet hatten. Zwar konnte die Mehrzahl der befreiten Häftlinge im April und Mai 1945 die Lazarette verlassen,cite-ref-strzelecki260f-25-1[25] dennoch waren bis Juni 1945 Ăźber 300 Häftlinge zu schwach, um das Lager verlassen zu kĂśnnen.cite-ref-27[27]
VorĂźbergehende Nutzung als Internierungslager
Spätestens im April 1945 errichtete die sowjetische Militärverwaltung (SMAD) auf dem Gelände des ehemaligen Stammlagers und im ehemaligen Lagerbereich Birkenau einige Durchgangslager. Reichsdeutsche Kriegsgefangene und Zivilisten vor allem aus Oberschlesien wurden inhaftiert und bis Herbst 1945 (Stammlager) beziehungsweise Frßhjahr 1946 (Birkenau) in die Sowjetunion deportiert. Ihre Gesamtzahl belief sich auf rund 12.000.cite-ref-28[28] Zwischen April 1945 und Mai 1946 starben etwa 150 dieser Internierten.cite-ref-29[29]
Teilweiser Abbruch des Lagers
Nach der Befreiung des KZ Auschwitz wurden bewegliche Gegenstände, darunter auch Maschinen aus den Fabrikhallen, durch die sowjetische Militäradministration in die Sowjetunion verbracht. Bei der Auslagerung ganzer Lagermagazine gelangten auch Dokumente, darunter 46 Sterbebßcher, in die Sowjetunion. Sie wurden 1992 an das Staatliche Museum in Polen zurßckgegeben. Wahrscheinlich ab Anfang 1946 wurde durch polnische BehÜrden bewegliches Lagergut aus dem ehemaligen Konzentrationslager geschafft. Allein 1946 wurden etwa 200 Holzbaracken in Birkenau abgerissen. Auch Einwohner aus der Umgebung beschafften sich dort Baumaterial und anderes bewegliches Gut.cite-ref-30[30]
Siehe auch
Strafverfolgung
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Hauptartikel
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Auschwitzprozesse
Nach Kriegsende wurden die Gewaltverbrechen im KZ-Komplex Auschwitz in verschiedenen NS-Prozessen behandelt.
⢠1945/46: Nßrnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher (erster Nßrnberger Prozess). Es wurde u. a. der Vrba-Wetzler-Bericht aus dem Jahr 1944 vorgelegt, ein amtliches Dokument der USA ßber den Lagerkomplex Auschwitz.
⢠1945: Bergen-Belsen-Prozess (einige der Angeklagten waren zuvor in Birkenau tätig gewesen, dies wurde mitverhandelt)
⢠11.â29. März 1947: HĂśĂ-Prozess vor dem Obersten Nationalen Tribunal Polens in Warschau gegen den ehemaligen SS-Kommandanten Rudolf HĂśĂ
⢠1947: Krakauer Auschwitzprozess
⢠1947/48: I.G.-Farben-Prozess (sechster Nßrnberger Nachfolgeprozess) bezßglich Auschwitz III (Monowitz)
⢠1947/48: Prozess gegen das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS (achter Nßrnberger Nachfolgeprozess), bezßglich Beteiligung an Deportationen von Juden
⢠ab 1965: Frankfurter Auschwitzprozesse
⢠2015: Lßneburger Auschwitzprozess
Gedenkstätten, Mahnmale, Kultur
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Hauptartikel
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Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau
Neben verschiedenen Mahnmalen befindet sich auf dem Gelände der Hauptlager Auschwitz I und Auschwitz II heute eine polnische Gedenkstätte: das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau, in dem auch historisch geforscht wird. Seit dem 27. Juni 2007 trägt das Museumsgelände als UNESCO-Weltkulturerbe die Bezeichnung Auschwitz-Birkenau â deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager. Auch der Marsch der Lebenden findet auf dem ehemaligen Lagergelände statt. Das Internationale Auschwitz Komitee ist eine Vereinigung ehemaliger Häftlinge. Der grĂśĂere Teil der Ausstellungen ist im Bereich des ehem. Hauptlagers Auschwitz I, nicht in dem damals auch als Auschwitz-Birkenau bezeichneten ehem. Hauptlager II.
In der Stadt OĹwiÄcim befindet sich das JĂźdische Zentrum OĹwiÄcim/Auschwitz als Gedenkort und als Museum der ehemaligen jĂźdischen Kultur in der Region.
Erinnerung
Der 27. Januar ist alljährlicher Holocaust-Gedenktag an die Befreiung der Ăźber 7.000 Ăberlebenden durch die Rote Armee aus dem KZ Auschwitz. Trotz der Befreiung, starben noch Hunderte der oftmals bis zu lebensbedrohlich erkrankten Befreiten an den Folgen des Vernichtungslagers. Andere berichten Ăźber ihre Auschwitzerfahrungen bis heute i. S. d. Aufklärung und Erinnerung. 2025 ist der 80. Jahrestag des Ereignisses. Dem gebĂźhrend gedenken insbesondere deutsche Politiker und die Ăberlebenden sowie AngehĂśrige dem Befreiungstag.cite-ref-31[31] Auschwitz wurde im Laufe der Zeit zu Symbol und Synonym der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen, mit Fokus auf den systematischen Judenmorden.cite-ref-32[32]
Die Violine von Auschwitz
Als die âVioline von Auschwitzâ wird eine Geige bezeichnet, die einem der täglich im KZ spielenden Orchesterspieler gehĂśrte, und die Konzentrationslager als eine von 30 weiteren Geigen Ăźberstand. Der israelische Violinist Guy Braunstein nahm mit der âVioline von Auschwitzâ zweimal am Konzertprojekt Geigen der Hoffnung teil.cite-ref-33[33] 1994 erschien ein gleichnamiger Roman der Autorin Maria Ăngels Anglada mit historischer Bezugnahme.
Literatur
⢠Danuta Czech: Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939â1945 Rowohlt, Reinbek bei Hamburg, 1989. ISBN 3-498-00884-6.
⢠Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 5: Hinzert, Auschwitz, Neuengamme. C.H. Beck Verlag, Mßnchen 2007, ISBN 978-3-406-52965-8.
⢠WacĹaw DĹugoborski, Franciszek Piper (Hrsg.): Auschwitz 1940â1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Verlag Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Oswiecim 1999, ISBN 83-85047-76-X. FĂźnf Bände:
⢠I. Aufbau und Struktur des Lagers.
⢠II. Die Häftlinge â Existenzbedingungen, Arbeit und Tod.
⢠III. Vernichtung.
⢠IV. Widerstand.
⢠V. Epilog.
⢠Andrea Rudorff (Bearb.): Das KZ Auschwitz 1942â1945 und die Zeit der Todesmärsche 1944/45. (= Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933â1945, Band 16.) Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-036503-0
⢠Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma: Der nationalsozialistische VÜlkermord an den Sinti und Roma. Katalog zur ständigen Ausstellung im Block 13. Heidelberg, 2001, ISBN 3-929446-01-4.
⢠Pierre Dietz: Briefe aus der Deportation, FranzÜsischer Widerstand und der Weg nach Auschwitz. Edition AV, Lich, Hessen 2010, ISBN 978-3-86841-042-6.
⢠Paul Le Goupil: Resistance und Todesmarsch (Originaltitel: Un Normand dans âŚ, Ăźbersetzt und bearbeitet von Pierre Dietz). Edition AV, Lich, Hessen 2015, ISBN 978-3-86841-137-9.
⢠Gideon Greif, Peter Siebers: Todesfabrik Auschwitz. Topografie und Alltag in einem Konzentrations- und Vernichtungslager. Herausgegeben vom NS-Dokumentationszentrum der Stadt KÜln in Kooperation mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau. Emons, KÜln 2016, ISBN 978-3-95451-475-5.
⢠Sybille Steinbacher: âMusterstadtâ Auschwitz. Germanisierungspolitik und Judenmord in Ostoberschlesien. Saur, MĂźnchen 2000, ISBN 3-598-24031-7.
⢠Susanne Willems: Auschwitz: Die Geschichte des Vernichtungslagers. Mit Fotos von Frank und Fritz Schumann. Verlag edition ost, Berlin (2015) 2025, ISBN 978-3-360-01866-3.
⢠Susanne Beyer, Martin Doerry (Hrsg.): âMich hat Auschwitz nie verlassenâ. Ăberlebende des Konzentrationslagers berichten, Deutsche Verlags-Anstalt, MĂźnchen, 2015, ISBN 978-3-421-04714-4.
⢠Ulrich Schneider: Auschwitz, Basiswissen Politik / Geschichte / Ăkonomie. Mit einem Geleitwort von Henri Goldberg, Präsident der Fondation Auschwitz, PapyRossa Verlag KĂśln 2020, ISBN 978-3-89438-725-9.
⢠Andrzej Strzelecki: Endphase des KL Auschwitz â Evakuierung, Liquidierung und Befreiung des Lagers. Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, 1995, ISBN 83-85047-48-4.
⢠Franciszek Piper: Die Zahl der Opfer von Auschwitz. Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, 1993, ISBN 83-85047-17-4.
⢠Susanne Willems: Auschwitz. Terror â Skavenarbeit â VĂślkermord. Verlag edition ost, Berlin 2025, ISBN 978-3-360-02823-5.
⢠Thomas Willms: Auschwitz als Steinbruch: was von den NS-Verbrechen bleibt. PapyRossa Verlag, KÜln 2016, ISBN 978-3-89438-622-1.
Graphic Novel
⢠Dietmar Reinhard: Leben und Sterben in Auschwitz. Sach-Comic, Bahoe Books 2022, ISBN 978-3-903290-83-9.
Dokumentarfilme
⢠Auschwitz â Das Projekt (Frankreich, 2017, 57 Min., Regie: E. Weiss, deutsche und frz. Fassungen) â ein Ăberblick Ăźber den räumlichen Ausbau der KZ-Auschwitz-Bauten von 1940 bis 1945 (Musterstadt und das Netz von Konzentrationslagern und Zwangsarbeits-Stätten in Industrie und Landwirtschaft) in der besetzten Region westlich von Krakau mittels Luftbildaufnahmen in der Gegenwart.
⢠Shoah (Frankreich, 1985, Regie: C. Lanzmann, mehrstßndig, vorwiegend Interviews, deutsche und frz. Fassungen)
⢠Auschwitz. Die Täter, die Opfer, die HintergrĂźnde (Originaltitel: Auschwitz: The Nazis and the âFinal Solutionâ; GroĂbritannien, 2005, 285 Min., Buch: Laurence Rees) â 6-teilige Dokumentation, Interviews mit Insassen (u. a. Eva Mozes Kor, Helena CitrĂłnovĂĄ und Kazimierz SmoleĹ) und Wachpersonal (u. a. Oskar GrĂśning) und Nachstellung wichtiger Ereignisse
⢠Die Auschwitz-Dialoge (Polen/Deutschland, 2007)
⢠Das Geheimnis der Auschwitz-Alben. Fotos aus der HÜlle. Dokumentarfilm, ZDF 2016, Regie: Winfried Laasch. Erstmals wird in dieser Dokumentation die Person und die Rolle des SS-Fotografen in Auschwitz Bernhard Walters und die chronologische Abfolge der Aufnahmen des Auschwitz-Albums untersucht.
⢠1944: Bomben auf Auschwitz? (Deutschland, 2017, Regie: Mark Hayhurst, Erstsendung am 21. Januar 2020 auf Arte) â Doku mit Spielszenen auf der Basis historischer Zitate und Interviews mit Zeitzeugencite-ref-34[34]
⢠Ein Tag in Auschwitz. TV-Dokumentation in HD von Winfried Laasch, Friedrich Scherer. ZDF 2020. Auf Grundlage der Fotografien vom Mai 1944 aus dem privaten Fotoalbum von SS-Fotografen / HauptscharfĂźhrer Bernhard Walter (Erkennungssdienststelle im Haus-Block 26). Mitwirkend: Stefan HĂśrdler (Historiker; Universität GĂśttingen), Irene Weiss (Auschwitz-Ăberlebende), Dario Gabbai (Auschwitz-Ăberlebender des Sonderkommandos), CzesĹaw Mordowicz (Auschwitz-Ăberlebender, Blockschreiber in Block 18, später nach Absetzung im Strafkommando und schlieĂlich erfolgreiche Lagerflucht, youtube.com).
⢠Auschwitz. Die Täter, die Opfer, die HintergrĂźnde. (Originaltitel: Auschwitz: The Nazis and the âFinal Solutionâ.) 6-teilige Dokumentarfilmreihe von Laurence Rees (Buch, Regie), GroĂbritannien 2005, 285 Min., Interviews mit Insassen (u. a. Eva Mozes Kor, Helena CitrĂłnovĂĄ).
⢠Auschwitz - Ăberleben in der HĂślle: Terror (1/3).; Auschwitz - Ăberleben in der HĂślle: Todesfabrik (2/3).; Auschwitz - Ăberleben in der HĂślle: Befreiung (3/3). 3-teilige TV-Dokumentation von Katarina Schickling, Deutschland 2025 fĂźr ZDFinfo.
⢠Oswenzim, sowjetischer Dokumentarfilm von 1945
Weblinks
Commons
: KZ Auschwitz
â Sammlung von Bildern
⢠Offizielle Website des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau
⢠Chronologie des Holocaust (Einbindung der drei Auschwitz-Konzentrationslager mit Quellenangaben und Artikeln in den Ablauf der Shoa; Projekt von Knut Mellenthin)
⢠Linkkatalog zum Thema KZ Auschwitz bei curlie.org (ehemals DMOZ)
⢠Literatur zum KZ Auschwitz im Bibliotheks- und Bibliographieportal Herder-Instituts (Marburg)
⢠Mut zum Leben. Die Botschaft der Ăberlebenden von Auschwitz Film
⢠Der Konvoi. Dokumentarfilm von AndrÊ Bossuroy ßber das Tagebuch von Etty Hillesum, Arte, 2009
⢠The Auschwitz Album. Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, virtuelle Exhibition (englisch).
⢠SS-Mannschaft des KZ Auschwitz. Datenbank des polnischen Instituts fßr Nationales Gedenken
⢠Eintrag in der Welterbeliste der UNESCO (englisch) (franzÜsisch)
⢠Holocaust Encyclopedia: Auschwitz. United States Holocaust Memorial Museum.
⢠Prozessende vor 60 Jahren. Die HÜlle von Auschwitz vor Gericht von Max Bauer am 20. August 2025 auf tagesschau.de
Einzelnachweise
cite-note-11. â Martin Broszat (Hrsg.): Kommandant in Auschwitz. MĂźnchen 1963, S. 90; FuĂnoteneintrag: Internationaler Militärgerichtshof, XXXVI, NO-034 / Aussage des polnischen Untersuchungsrichters Jan Sehn / Aussage von Rudolf HĂśĂ.
cite-note-22. â Wanda Michalak (Hrsg.): Auschwitz â faschistisches Vernichtungslager. Warschau 1981, S. 15.
cite-note-33. â Martin Broszat: Anatomie des SS-Staates. Nationalsozialistische Konzentrationslager 1933 â 1945. MĂźnchen 1967, S. 99.
cite-note-44. â Martin Broszat (Hrsg.): Kommandant in Auschwitz. MĂźnchen 1963, S. 95.
cite-note-55. â Jan Sehn: Konzentrationslager OĹwiÄcim-Brzezinka. Warschau 1957, S. 15.
cite-note-66. â Sybille Steinbacher: Auschwitz. Geschichte und Nachgeschichte. 2. Auflage, Beck, MĂźnchen 2007.
cite-note-77. â Raul Hilberg: Die Vernichtung der europäischen Juden. Band 2. Frankfurt am Main 1990, S. 944 f.
cite-note-88. â Jochen August: Geschichte und Topographie von Auschwitz-Birkenau. S. 2, Aufsatz aus Hamburger Institut fĂźr Sozialforschung (Hrsg.): Die Auschwitz-Hefte. Band 1 & 2. Weinheim / Basel 2007.
cite-note-99. â Raul Hilberg: Die Vernichtung der europäischen Juden. Band 2. Frankfurt am Main 1990, S. 944.
cite-note-1010. â Thomas Grotum: Das digitale Archiv: Aufbau und Auswertung einer Datenbank zur Geschichte des Konzentrationslagers Auschwitz. Frankfurt / New York 2004, S. 223 f.
cite-note-1111. â psychedelic-science.org
cite-note-1212. â Langbein, Hermann: SS-Ărzte im Konzentrationslager Auschwitz. In: Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau (Hrsg.): SterbebĂźcher von Auschwitz. Fragmente 1, Berichte. K. G. Saur, MĂźnchen / New Providence / London / Paris 1995, S. 67â84
cite-note-1313. â Andrea Rudorff (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933â1945 (Quellensammlung). Band 16: Das KZ Auschwitz 1942-1945 und die Zeit der Todesmärsche 1944/45. Berlin 2018, ISBN 978-3-11-036503-0, S. 75.
cite-note-1414. â Andrea Rudorff (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden ⌠Band 16: Das KZ Auschwitz 1942-1945 und die Zeit der Todesmärsche 1944/45. Berlin 2018, ISBN 978-3-11-036503-0, S. 76.
cite-note-1515. â Ernst Piper: 27. Januar 1945: Die Rote Armee befreit Auschwitz (Memento vom 2. Februar 2017 im Internet Archive)
cite-note-1616. â Nikolai Politanow: Wir trauten unseren Augen nicht. In: einestages, 27. Januar 2008.
cite-note-1717. â Verzeichnis der Konzentrationslager und ihrer AuĂenkommandos gemäà § 42 Abs. 2 BEG Nr. 130, Birkenau = Brzezinka (Auschwitz II), 26. November 1941 bis 27. Januar 1945.
cite-note-1818. â Andrzej Strzelecki: Endphase des KL Auschwitz â Evakuierung, Liquidierung und Befreiung des Lagers. Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, 1995, S. 256.
cite-note-1919. â Klaus-Dieter Simmen: In Auschwitz geboren. In Glaube und Heimat Nr. 32/2021, 8. August 2021, S. 8
cite-note-2020. â Hermann Langbein: Menschen in Auschwitz. Ullstein, Frankfurt am Main, Berlin, Wien 1980, ISBN 3-548-33014-2, S. 301.
cite-note-2121. â Hermann Langbein: Menschen in Auschwitz. Ullstein, Frankfurt am Main, Berlin, Wien 1980, ISBN 3-548-33014-2, S. 302.
cite-note-bdam1013-2222. â Bericht des Auschwitzmuseums (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive)
cite-note-2323. â Marek Tomasz Pawlowski (Regie) inszenierte dokumentar-filmerisch dieses Drama: Die Flucht. Film, Polen 2006, deutsch 2009, 45 Min. Deutsche Bearbeitung Ingrid Terhorst.
cite-note-strzelecki256f-2424. â Andrzej Strzelecki: Endphase des KL Auschwitz â Evakuierung, Liquidierung und Befreiung des Lagers. Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, 1995, S. 256 f.
cite-note-strzelecki260f-2525. â Andrzej Strzelecki: Endphase des KL Auschwitz â Evakuierung, Liquidierung und Befreiung des Lagers. Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, 1995, S. 260 f.
cite-note-2626. â Andrzej Strzelecki: Endphase des KL Auschwitz â Evakuierung, Liquidierung und Befreiung des Lagers. Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, 1995, S. 258 f.
cite-note-2727. â Dan Stone: The Liberation of the Camps: The End of the Holocaust and Its Aftermath. Yale University Press, 2015, ISBN 978-0-300-27026-6, S. 48.
cite-note-2828. â Ewelina MiĹota: Das Geheimnis von Auschwitz. Durchgangslager fĂźr Deutsche nach 1945. In: A. Wancerz-Gluza (Hrsg.): Grenzerfahrungen. Jugendliche erforschen deutsch-polnische Geschichte. Vorwort von WĹadysĹaw Bartoszewski und Richard von Weizsäcker. KĂśrber-Stiftung, Hamburg 2003, S. 278.
cite-note-2929. â Andrzej Strzelecki: Endphase des KL Auschwitz â Evakuierung, Liquidierung und Befreiung des Lagers. Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, 1995, S. 273 f.
cite-note-3030. â Andrzej Strzelecki: Endphase des KL Auschwitz â Evakuierung, Liquidierung und Befreiung des Lagers. Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, 1995, S. 271 f.
cite-note-3131. â Holocaust-Gedenktag: Ăberlebende und Politiker gedenken der Opfer. Tagesschau, abgerufen am 27. Januar 2025.
cite-note-3232. â Das Konzentrationslager Auschwitz. In: bundesarchiv.de. Abgerufen am 27. Januar 2025.
cite-note-3333. â Sammler Amnon Weinstein: Die Geige von Auschwitz. In: Der Tagesspiegel. (online [abgerufen am 26. Januar 2025]).
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